Warum junge Berufseinsteiger die günstigsten BU-Beiträge bekommen
Wer mit Anfang zwanzig über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenkt, hört oft: noch zu früh. Das Gegenteil ist der Fall.
Ein Leser, 24, gerade die Ausbildung zum Elektroniker abgeschlossen, schreibt uns: Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung schon jetzt, oder ist das etwas für später, wenn man Familie und Haus hat? Die Frage kommt fast wortgleich immer wieder, und die Antwort überrascht viele: Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, nicht trotz des jungen Alters, sondern wegen ihm.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert das ab, was die meisten Menschen am dringendsten brauchen und am wenigsten bedenken: das eigene Einkommen, falls der erlernte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Der Versicherer prüft dafür bei Vertragsschluss den Gesundheitszustand und stuft danach Beitrag und Annahme ein. Wer jung ist und noch keine nennenswerte Krankengeschichte hat, bekommt in aller Regel eine unkomplizierte Annahme und einen niedrigen Beitrag. Für Berufseinsteiger sind niedrige zweistellige Monatsbeiträge üblich, wie hoch genau, hängt vom Beruf und von der gewünschten Rentenhöhe ab.
Ein Vergleich macht den Effekt greifbar. Zwei angehende Elektroniker, gleicher Ausbildungsbetrieb, gleicher Jahrgang. Der eine schließt die BU mit 24 ab, gesund, ohne Vorgeschichte. Der andere schiebt es auf, wartet bis 34, weil ihm die Familienplanung wichtiger erscheint. In der Zwischenzeit hatte er einen Bandscheibenvorfall, der folgenlos ausgeheilt ist, aus seiner Sicht kein Thema mehr. Für den Versicherer ist es das sehr wohl: eine Nachfrage im Antrag, im schlechtesten Fall ein Ausschluss für den Rücken oder ein Aufschlag auf den Beitrag. Nichts davon ist beim ersten Kollegen passiert, einfach weil er früher unterschrieben hat.
Dazu kommt ein Baustein, den viele erst mit Verzögerung zu schätzen lernen: die Nachversicherungsgarantie. Sie erlaubt es, die vereinbarte Rentenhöhe zu bestimmten Anlässen, etwa Berufseinstieg, Heirat oder Immobilienkauf, ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Wer mit 24 eine kleinere Rente absichert, weil das Gehalt noch überschaubar ist, kann später nachziehen, wenn das Einkommen steigt, ohne dass der Gesundheitszustand von damals noch einmal zur Debatte steht. Das ist besonders wertvoll, weil Versicherer Vorerkrankungen inzwischen genauer prüfen als früher, und ein einmal gesicherter Vertrag diese spätere Prüfung schlicht umgeht.
Wer abwartet, spart also selten wirklich. Er verschiebt das Risiko auf einen Zeitpunkt, an dem es teurer oder schwieriger wird, ihn abzusichern. Das ist keine Panikmache, sondern die nüchterne Funktionsweise einer Gesundheitsprüfung: Je später der Antrag, desto mehr Lebensjahre, in denen etwas passiert sein kann. Diese Einordnung ersetzt keine individuelle Beratung, die konkrete Ausgestaltung hängt immer vom Einzelfall und vom jeweiligen Versicherer ab.
An dieser Stelle sprechen wir offen über unsere eigene Rolle. Als Makler sind wir nach § 60 VVG Sachwalter unserer Kunden, wir vertreten also Sie und nicht den Versicherer, und wir haften für unsere Beratung. Das kostet Sie in aller Regel nichts zusätzlich, die Courtage steckt im Beitrag und fällt auch dann an, wenn Sie direkt bei einem Versicherer abschließen, nur eben ohne dass jemand für Sie einordnet und im Schadenfall ansprechbar ist. Das Maklermandat selbst ist außerdem jederzeit widerrufbar, unabhängig vom Versicherungsvertrag, den Sie darüber abschließen.
Wenn Sie sich fragen, ob und in welcher Höhe eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie sinnvoll ist, lohnt sich ein unverbindliches Gespräch, bevor überhaupt ein Antrag gestellt wird. Im Bereich für Privatkunden auf unserer Website finden Sie einen Überblick, worauf es bei der Absicherung des eigenen Einkommens ankommt, und über das Kontaktformular erreichen Sie uns für einen ersten, kostenfreien Austausch, ganz ohne Verpflichtung und mit dem gesetzlichen Widerrufsrecht, das für Versicherungsverträge ohnehin gilt.
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